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Introducing Johann Kohlhoff

Next Generation of Gentlemen: Profi-Segler, Youth Americas Cup in Bermuda, zukünftiger Wirtschaftspsychologe, Model - Johann Kohlhoff hat mit 20-Jahren bereits einen Lebenslauf vorzuweisen, von dem Andere nur träumen können. Wir treffen den Wahlhamburger zum Gespräch über Stilfragen und Zukunftsträume und lassen uns verraten wie man es schafft drei Leben unter einen Hut zu bekommen.   

Next Generation of Gentlemen: Professional sailor, future business psychologist, model - Only 20 years old, Johann Kohlhoff is able to show off a CV that most people can only dream of. We meet the Hamburg based student for a chat about daily styles and future dreams and find out how to reconcile these three different lives. 

 


 

Du kommst ursprünglich aus Kiel. Was hat dich nach Hamburg verschlagen?

Ich bin im letzten Herbst hierher gezogen um mein Wirtschaftspsychologie Studium anzufangen. Das ist ein Fach, dass mich schon seit Ewigkeiten interessiert. Nach dem Abi habe ich sehr lange gebraucht um zu entscheiden, was ich überhaupt machen will. Ich habe da 'nen ziemlichen Kampf hinter mir. Habe mehrere Praktika gemacht, wollte dann ins Ausland gehen...es war ein ewiges Hin und Her. Und dann habe ich mir gedacht, Scheiß drauf, du machst jetzt Wirtschaftspsychologie und ja, jetzt bin ich hier.

 

Wie viele andere warst du nach dem Abitur erst mal auf Reisen. Bei dir sah der Backpacking-Trip aber etwas anders aus. Erzähl!

Eigentlich bin ich Sportler (lacht). Meine ganze Familie segelt und ich habe nie etwas anderes gemacht. Meine Brüder haben nach dem Abi ein Sportprojekt gegründet: Youth America’s Cup. Um das besser zu verstehen: der America’s Cup ist so etwas wie der Superbowl für das Segeln. Mehr geht nicht! Und der Youth America’s Cup damit sozusagen die U24-Version. Wir haben dann ein Team gegründet um für Deutschland beim Youth Americas Cup an den Start zu gehen. Wir haben uns qualifiziert, wir haben Gelder und Sponsoren gesammelt und waren dann im Oman, Palma und in Brest zum Trainieren. Der Cup selbst fand letztendlich in Bermuda statt. Das war letzten Sommer und einfach ein mega geiles Erlebnis. Das Projekt war ein riesen Aufwand. Wir mussten das vermarkten, Teamplanung machen, Fitness, eben alles, was dazu gehört.

 

Anstatt Studentenleben hätte es für dich also auch Olympia-Karriere heißen können. Warum hast du dich dagegen entschieden?

Es war eine sehr schwierige Entscheidung, weil ich mein ganzes Leben lang gesegelt habe. Aber es ist auch relativ kompliziert damit langfristig Geld zu verdienen. Außerdem wollte ich unbedingt studieren und habe mich somit gegen eine olympische Karriere entschieden. 

 

You originally come from Kiel. What has brought you to Hamburg?

I moved to Hamburg last autumn, in order to begin my studies in business psychology. It's a subject that has always interested me. After I finished Highschool, it took me a long time to decide what I wanted to do. It was quite a battle for me. I did some internships, wanted to go abroad...it was a back and forth really. And then I thought: Fuck it, I'm going to study business psychology and yeah, now I'm here.  

 

Like many other young people of your generation you went traveling after the end of Highschool. However, your backpacking-trip looked a bit different...

Actually, I'm an athlete. My whole family sails and I have never done anything else. After Highschool my brothers founded a sports project: Youth America's Cup. The America's Cup is something like the Superbowl for sailing. The greatest thing ever! And the Youth America's cup is the U24 version of the latter, so to speak. We founded a team, to represent Germany in the Cup. We qualified, collected sponsors and money and left to Oman, Palma and Brest for training. The Youth America's Cup itself took place in Bermuda. It all happened last summer and was such an awesome experience. The whole project was a huge effort, because we had to organize it ourselves, do our own marketing, our fitness and team planning- everything. 

 

Instead of living a student life, you could have chosen a olympic career. Why did you finally decide against it?

It was a very tough decision, because I have been sailing all my life. But the truth is, it's quite hard to gain enough money with this sport over a long period of time. Besides, I really wanted to study and thus finally decided against the olympic career. 


Made to Measure: Meisterschneider Pasquale Cavaliere von Sartoria Cavaliere in Neapel zeigt Johann seine neusten Entwürfe. Barons & Bastards Head Tailor Stefan Nielsen vermisst Johann anschließend für das perfekt B&B Maßhemd. Hemd, B&B, ab 160€, Schuhe, John Lobb, ab ca. 1300€

 

So ganz aufgegeben hast du den Sport aber nicht...

Ich habe ja gerade Semesterferien (lacht)...Eigentlich habe ich ja aufgehört, aber eben auch einen ganz guten Lebenslauf in diesem Sport. Momentan segle ich in einem französischen Team für die Tour de France de la voile im Sommer. Das Segeln wird also gerade wieder ein Standbein. Eigentlich habe ich immer versucht einen Spagat zu machen zwischen Sportler, Student und dem Modeln.

 

Wenn du jetzt alles in eine Reihe bringen müsstest: Segler, Model und Student. Was steht für dich an erster Stelle?

Ich muss sagen ich bin als erstes Student, weil das die höchste Priorität hat im Moment. Ich fühle mich auch eher noch als Sportler oder Athlet als Model, weil ich mich selbst damit mehr identifiziere, aber auch meine Freunde und Leute die mich kennen mich mehr damit identifizieren. Ich wurde zwar schon vor 5 Jahren als Model gescoutet, aber es hat etwas länger gedauert bis ich so richtig angefangen habe. Seit ich hier in Hamburg wohne läuft das aber ganz gut (lacht).

 

Als Model kommst du ja mit den unterschiedlichsten Looks und Designern in Berührung. Wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben? Steckt da noch ein bisschen Segler mit drin? 

Eigentlich nicht. Ich habe das Gefühl, dass ich mich in letzter Zeit ein bisschen funktionaler kleide. Ich hatte früher in echtes Faible für schicke Sachen. Jetzt wo ich Student in Hamburg bin, hat sich das alles ein bisschen gewendet (lacht). Ich würde meinen Stil als klassisch und zeitlos beschreiben. Ich bin nicht der Typ, der dem neusten Trend um jeden Preis hinterher rennt. 

 

Hast du eine Standard-Kombination für jeden Tag?

Ja so 'ne Uniform? Also meine Uniform für jeden Tag wären wahrscheinlich Chelsea Boots oder Sneakers, klassisch schwarze Jeans. Also ich trage viel schwarz und viel dunkle Sachen- All black. Da kannst du nie etwas falsch machen. Schwarze Stiefel, schwarze Hose, schwarzes T-shirt, Hoodie. So würdest du mich meistens treffen.

 

 

But you did not fully give up sailing, did you?

At the moment I have my winter semester break so...(laughs). Actually, I did end my sports career, but I still have a very good CV concerning sailing. So at the moment, I am sailing for a french team, preparing for the Tour de France de la voile this summer. Sailing is going to re-become a mainstay for me. That's what I have always been trying to do: A balancing act between being an athlete, a student and a model.

 

I you had to bring all these different job titles in line, which would be first?

I have to say, I am primarily a student. That's just my biggest priority at the moment. Also, I rather feel like an athlete than like a model, because I identify more with being an athlete. Most of my friends and the people I know do too. Although I have been scouted as a model five years ago, it took me a while to really get started. Since I moved to Hamburg it's going quite well though (laughs).

 

Being a model you get in contact with different designers and various looks. How would you describe your own style? Can we find a little bit of the sailor in your personal style?

Not really. I recently started to dress a little bit more functional. Back in the days I really had a thing for fancy clothes. Now that I am a student in Hamburg that changed a little (laughs). I would describe my style as classic and timeless. I am not the type of guy who follows the latest trends at all costs.

 

Do you have a typical combination for every day?

 Yeah, some sort of uniform? Well my everyday uniform would probably be Chelsea boots or sneakers and a classic, black jeans. I wear a lot of black and mostly dark clothes. You can't do anything wrong with all black. Black boots, black trousers, black T-Shirt, black Hoodie. That's the way people would meet me, most of the time.


Dieses italienischer Outfit sitzt selbst im winterlichen Hamburg. Mantel, Cavaliere, ab ca. 1800€, Hose, Cavaliere, ab ca. 480€
Dieses italienischer Outfit sitzt selbst im winterlichen Hamburg. Mantel, Cavaliere, ab ca. 1800€, Hose, Cavaliere, ab ca. 480€

 

Was steht bei dir in der Zukunft an? Gibt es einen großen Traum?

Naja. Also ich mache mir häufig darüber Gedanken. Ich habe wirklich meine Schwierigkeiten Punkte zu finden, über die ich wirklich sagen kann, das muss ich erreicht haben. Ich denke, dass jeder Mensch bestimmte Standards hat, die er erfüllt wissen will und das ist natürlich das Ziel eines Jeden dahin zu kommen. Für mich ist es wichtig mit meinen Freunden zusammen zu sein, glücklich zu sein. Ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass man materielle Sachen dafür braucht.

 

Wie fühlt es sich an mit Anfang 20 bei einem Herrenausstatter zu sitzen?

Wenn man zu einem hochwertigen Herrenausstatter kommt, ist man erst mal leicht abgeschreckt. Dieses Gefühl hat man hier aber überhaupt nicht. Es ist schick, aber nicht zu schick. Ich mag das Design des Ladens. Es sieht so aus als würde man persönlich hier willkommen geheißen und hat als Kunde einen Ort, an dem man sein kann und nicht einfach nur hingeht um irgendetwas zu kaufen. Hier wird sich um einen gekümmert. Du kriegst 'nen Drink, du kriegst Service! Ich weiß noch nicht so viel über die Marke, aber ich weiß, dass die Anzüge ziemlich gut sind, denn ich trage gerade einen (lacht). Mir gefallen die Sachen, ich habe schon Herrenausstatter gesehen die altbacken sind, wo ich mir denke ich bin Anfang 20, warum bin ich hier? Bei Barons & Bastards ist das anders. Hier ist für jede Altersgruppe was dabei.

 

Letzte Frage: Der Name Barons & Bastards steht ja für die Dualität des Mannes zwischen gepflegtem Gentleman (Baron) und draufgängerischem Frauenschwarm (Bastard). Wenn du dich entscheiden müsstest...

Bastard!

 

Ok das kam schnell, warum?

Ich bin ein riesiger James Bond Fan. Ich glaube, dass die Bastard Seite mehr Spaß macht!

 

 

What are your plans for the future. Any big dream ahead?

 Well, I do think a lot about that topic. And i really struggle finding things, about which I can truly say: I have to accomplish them one day. I think that every person has certain standards, that he or she would like to see coming true in the future. For me, the most important thing is to be with my friends and just be happy. I don't necessarily think that you need material things to reach that goal.

 

How does it feel to sit at a bespoke men's outfitter when being 20?

When I go to a quality men's outfitter, I usually feel a little deterred. I don't have this feeling at all when I'm here though. It's fancy, but not too fancy. I really like the design of the store. It really looks like one gets a warm and personal welcome here. As a customer, this is the place where you can just be, and not a place where you simply buy your clothes. You get a drink, you get service, people actually care about you here. I don't know much about the brand, but what I know is that the suits are pretty damn fine, because I'm just wearing one (laughs). I really like the clothes. I've seen men's outfitters that were pretty stale and I thought, I'm in my twenties what am I doing here!? With Barons & Bastards it's different. You're gonna find something, regardless of your age.

 

Last question: The name Barons & Bastards stands for the two sides of every man between the fine gentleman (Baron) and the daring lady's man and bad boy (Bastard). if you had to decide what....

 Bastard!

 

Ok that was quick, how come?

 I'm a huge fan of James Bond. Bastards have more fun!


 

Interview und Fotos: Lena von Zabern